Die westliche Smaragd-Eidechse im Tessin (Lacerta bilineata)

Sie ist äusserst farbenprächtig und wärmeliebend und in den warmen Regionen der Schweiz zuhause. Im Wallis, Tessin, den Bündner Südtäler, Genf und dem Chablais vaudois. Im Tessin wurde sie von 190m Höhe in der Magadino-Ebene bis auf 2020m in Osco nachgewiesen. Insbesondere während der Paarungszeit von Ende April bis in den Juni sind die Kehlen der Männchen leuchtend blau gefärbt. Im Sonnenlicht sorgt dies in Kombination mit dem smaragdgrünen Körper für eine intensiv leuchtende Farbenpracht.


Das Aufeinandertreffen mit der schönsten Eidechse der Schweiz ist jedes mal etwas Besonderes. Ausgewachsene Exemplare können eine Gesamtlänge von bis zu 42cm erreichen. Generell ist die Färbung sehr variabel, sowohl in Bezug auf das Geschlecht, die Population, das Alter und auch auf das Individuum.

Juntiere leben sehr zurückgezogen in dichter Vegetation um sich vor Fressfeinden zu schützen. Entsprechend selten bekommt man sie zu Gesicht. Dieses Exemplar entdeckte ich unverhofft auf dem Höhenwanderweg oberhalb von Contra nach Brione mitten im Wald. (Smartphone-Foto)

Ein mittelgrosses Exemplar das noch immer die Jungtierfärbung trägt. Ich habe es unter einer Stechpalme entdeckt, wo es vor Fressfeinden gut geschützt ist.

Tarnung ist alles um zu Überleben. Nimmt man sich Zeit und hat ein geübtes Auge so entdeckt man die Tiere auch in dichter Vegetation.

Hier vermutlich ein junges Weibchen, das sich auf einem Stein-Tritt am Höhen-Wanderweg sonnt.

Am Morgen erscheinen die Tiere oft schon wenige Minuten nach den ersten Sonnenstrahlen aus ihrem Versteck.

Ein überdurchschnittlich grosses Tier, ein vermutlich bereits älteres Männchen mit einer geschätzten Gesamtlänge von gut 40cm oder mehr.

Mit einem 100-400 Objektiv lassen sich die Tiere aus geeigneter Distanz fotografieren.

Ein Männchen mit der typischen Balz-Färbung tankt in den frühen Morgenstunden Wärme.

Bei Gefahr können Eidechsen z.B. bei einem Angriff durch einen Fressfeind ihren Schwanz abwerfen. Dieser wächst im Laufe der Zeit durch Knorpelmasse wieder nach.

Man sieht öfters auch Tiere mit kleineren und grösseren Verletzungen, die jedoch meist wieder abheilen. Auch Tiere mit fehlenden Gliedmassen sind häufig zu beobachten.

Manchmal gelingen auch Fotos, auf denen mehrere Tiere gleichzeitig zu sehen sind. Oben links der Kopf das Männchens und in der Bildmitte das Weibchen. (Verzasca-Tal)

Dieses schöne Weibchen habe ich im Spätsommer im Verzasca-Tal fotografiert.

Weibchen mit fehlenden Beim vorne rechts. 

Seltener Schnappschuss am Pool: Ein Männchen auf Erkundungs-Tour.

Neue Bilder vom 20. / 21. Mai 2026, die meisten davon vom Verzascatal

Die meisten Fotos wurden mit einer Canon EOS R10 erstellt mit dem RF 100-400mm Objektiv. Die ersten Fotos vor ca. 2 Jahren machte ich aber noch mit meiner alten EOS 30d, wie das Titelbild unten. Objekt 100-300mm. Diese 20jährige Kamera bietet beim Bedienen zwar weniger Komfort, jedoch ist die Farbwiedergabe aus meiner Sicht ganz klar besser. Daher werde ich in Zukunft öfters wieder auf diese alte Technik zurückgreifen. Die EOS 30d hatte auch noch deutlich mehr Gewicht und war für die Ewigkeit gebaut. Währenddem neue Geräte dieser Preisklasse billigst verarbeitet sind und kaum mehr eine solche Lebensdauer erreichen werden.